„Lehrplan 21“ – die grosse Chance

 

Eines der Rezepte für das „Erfolgsmodell Schweiz“ ist ein qualitativ hochstehendes Bildungssystem. Bildung ist der wichtigste Rohstoff in unserem Land. Das Bildungssystem muss mit den veränderten Bedürfnissen unserer Gesellschaft Schritt halten. Für die zunehmende Mobilität brauchen wir einen schweizerischen Lehrplan, der dieser gerecht wird.

Über 1000 Stellungnahmen zum Lehrplan 21 sind eingegangen. Das Interesse, einen wirklich guten schweizerischen Lehrplan auszuarbeiten, ist riesig. Dieser ist auf gutem Wege. Die „Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz“ (D-EDK) hat nun gemäss ihrer Medienmitteilung vom 11. April 2014 die Aufträge zur Überarbeitung dieses Lehrplanes erteilt. Unter anderem soll der Plan um 20% gekürzt werden, in einigen Fachbereichen soll der Aufbau der Kompetenzen grosszügiger beschrieben werden und in gewissen Bereichen wird das Niveau der Anforderungen gesenkt. Alles Punkte, die eine einfachere Umsetzung dieses Lehrplanes unterstützen. Informatik und Medien sollen neu als Module geführt werden, für die ein inhaltlicher und zeitlicher Rahmen abgesteckt wird. Informatik ist heutzutage sehr elementar und muss fächerübergreifend in den Stundenplan integriert werden. Die Schüler müssen nicht lernen zu programmieren, sondern in der Lage sein PC, Internet und soziale Medien richtig einzusetzen. Heute sind fast alle Informationen im Internet vorhanden. Man muss lernen, wie man zu diesen Informationen kommt und diese richtig einsetzt! Heute wird meist nur noch per Email kommuniziert. Aber es ist trotzdem wichtig, dass gewisse formelle Anforderungen erfüllt werden.

Der Lehrplan 21 kann nach aktuellem Planungsstand Ende 2014 für die Einführung in den Kantonen frei gegeben werden. Die Kantone entscheiden über den Zeitpunkt der Einführung selber; damit bleibt die kantonale Schulhoheit gewahrt. Durch den Lehrplan 21 haben wir messbare Bildungsziele und eine Angleichung der Lehrpläne der 21 Deutschschweizer Kantone.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Patrick Spreng (Donnerstag, 01 Mai 2014 16:56)

    Voll auf Ihrer Linie..... Guter Blog

  • #2

    Franziska Schiess (Montag, 26 Mai 2014 14:24)

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Es kann nicht sein...
    Heute hat mir meine Tochter eine Brief über die Konsequenzen der Sparmassnahmen des Kantons für die Schule Seedorf BE nach Hause gebracht. Dies ist unglaublich. Man hat die Wahl 20 Lektionen einzusparen oder eine weitere Klasse zu schliessen. Dies kann nicht sein. Gerade wurde noch Diskutiert, was man Sinnvoll mit dem Geld das ja bereits gesprochen war für unsere Flugsicherheit anstellen könnte. Ich als Mutter kann das nicht verstehen. Wie kann man in der Bildung und in im Sozialwesen, (alte Menschen /Pflege) überhaupt solch Sparmassnahmen Wirklichkeit werden lassen. Dies betrifft uns alle früher oder später. Spart von mir aus in der Politik, im Verkehr (mir egal wen die Autobahn etwas holpert) oder aber auch in der Administration (ist sowieso eine absolute unglaublich Arbeitsbeschaffenheit, was wir hier für eine Bürokratie haben und kostet so viel Geld) oder schafft es etwas weniger Geld in die Gesetze wie Rauchverbote zu stecken. Vielleicht könnten sie auch die Bevölkerung auf dieses Problem aufmerksam machen und wir spenden unser Geld mal für unsere Angelegenheiten hier in unserer reichen Schweiz oder schreibt mal diesen Stars ob sie uns nicht finanziell etwas helfen könnten. Es gibt's doch einfach nicht das wir es nicht schaffen unseren Kindern eine Bildung zu finanzieren die jeder Besuchen kann und auch Bezahlbar ist ohne das schwächere darunter leiden. Nicht jedes Kind ist leider von Natur aus Taff und setzt sich für sich ein. Es gibt wie wir alle unterschiedliche Kostgänger. Man sollte es schaffen jedem jedoch einigermassen in der Bildung gerecht zu werden. Die Lehrer müssen sich auch für die Schwächeren genügend Zeit nehmen können und dürfen. Noch grössere Klassen noch weniger Zeit. Wo führt das hin? Lehrer sind auch nur Menschen. Wen ich zum teil schon mit 2 Kindern am Abend müde zu Bett gehe, wie soll das den bitte ein Lehrer noch schaffen wen er 4 Klassen mit unterschiedlichem Niveau und unterschiedlichen Kindern unterrichten soll. Sind sie da überhaupt noch in der Lage zu funktionieren Zielorientiert und Gerecht? Wen ihr nicht versteht was ich meine, Geht in die Schule, in die Altersheime in die Spitäler Unterrichtet, Pflegt ohne Unterstützung der dort Arbeitenden 1 Monat, übernehmt diese Arbeit vielleicht versteht ihr dann meine Bedenken. Redet mit den Angestellten mit den Eltern, Betroffenen über ihre Ängste über ihre Bedürfnisse und dann erklärt mir nochmals warum wir Geld ausgeben sollen für neue Kampfflieger??? Unglaublich das ich das Bedürfnis habe sie hier anzuschreiben, aber da ich ja nicht in der Politik arbeite, hoffe ich irgendjemand in diesem Posten, übernimmt seine Verantwortung und setzt sich jetzt mal für dieses Thema ein. Es wird wirklich Zeit das wir lernen welche Entscheide welche Konsequenzen für unser Volk haben. Aber mit diesen Konsequenzen kann und möchte ich mich nicht ohne versuch etwas dagegen zu unternehmen nicht abfinden. Ich weiss für mich ist der zustand von Strassen nicht erste Priorität für den anderen Mitmenschen jedoch schon, aber vielleicht wen wir diesen Mitmenschen darauf aufmerksam machen, wenn wir jetzt noch ein Jahr auf dieser Strasse fahren, kann ein anderer Mitmensch einen Fakultativen Unterricht besuche würde er vielleicht auch sein o.k. geben und sich anpassen. Den noch glaube ich an das Gute im Menschen.
    Mit freundlichen Grüssen
    Franziska Schiess