Leserbriefe

Eine gesunde Wirtschaft ist der Motor für die Schweiz (01.07.2015)

Das Abstimmungswochenende vom 14. Juni ist vorbei. Einmal mehr hatten wir uns mit einer wirtschaftsfeindlichen Initiative zu beschäftigen: der nationalen Erbschaftssteuer. Glücklicherweise wurde diese Initiative genauso wie die 1:12-, die Mindestlohn-, die Steuergerechtigkeits- und die Ecopop-Initiative oder die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen vom Schweizer Volk klar abgelehnt.

Obwohl die Initiativen allesamt abgelehnt wurden, verunsichern diese wirtschaftsfeindlichen Vorlagen Unternehmer und Investoren. Nicht nur mit ihrem Inhalt, sondern auch mit der Häufigkeit, in der sie vors Volk gelangen. Nachdenklich stimmt, dass diese Volksinitiativen nur die Spitze des Eisbergs sind. Ein grosser Teil der wirtschafts- und marktfeindlichen Steuern, Regulierungen und Verordnungen sind kaum Thema in öffentlichen Diskussionen. Sie haben ihren Ursprung im Parlament oder werden durch die Verwaltung erlassen. D.h. viele einschränkende Rahmenbedingungen für die Schweizer Wirtschaft werden von Personen beschlossen, die über wenig praktische Erfahrungen aus der Privatwirtschaft verfügen und mit dem wirtschaftlichen Umfeld schlecht vertraut sind.

 

Bedingt durch den sehr hoch bewerteten Franken stehen die exportorientierten Unternehmen und deren Zulieferbetriebe heute unter starkem Druck. Weitere einschränkende Bestimmungen ertragen die Firmen, vor allem die KMU's, kaum mehr. Darum setzt sich die FDP dafür ein, diesem Regulierungs-, Steuer- und Verordnungswahn entgegenzuwirken. Mögliche Massnahmen sindder Bürokratieabbau, die Senkung von Gebühren und eine Vereinfachung der Mehrwertsteuer. Dies ist ein guter Weg, Arbeitsplätze und damit den Wohlstand in unserem Land zu sichern.


Im Herbst wählen wir das eidgenössische Parlament neu. Es lohnt sich, die Kandidatinnen und Kandidaten bezüglich ihrer Einstellung zur Schweizer Wirtschaft zu prüfen. Denn eine gesunde Wirtschaft ist der Motor für die Schweiz.


 

KMU, das Rückgrat der Volkswirtschaft (16.09.2014)

 

Als Geschäftsführer eines Familien-Unternehmens in Zug liegt mir die Zukunft der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Schweiz, in erster Linie aber im Kanton Zug sehr am Herzen. Mit über 99% bilden wir KMU die überwältigende Mehrheit der über 8'500 operativ tätigen Firmen im Kanton Zug. Wir stellen über zwei Drittel der Arbeitsplätze zur Verfügung und tragen damit viel zum Wohlstand in unserem Kanton bei.  

 

Wir schätzen den Kanton Zug als Firmenstandort sehr. Neben einer moderaten Steuerbelastung profitieren die Unternehmen von der zentralen, gut erschlossenen Lage, einer guten Infrastruktur, gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, einem top Bildungs- und Weiterbildungsangebot und einem sehr guten Gesundheitswesen.  

 

Um aber am Markt bestehen zu können, wird von uns einiges an Innovationskraft und Flexibilität abverlangt. Wir stehen unter einem permanent starken Preisdruck und den exportorientierten Branchen macht der starke Franken zu schaffen. Zudem hemmen die zunehmenden regulatorischen Rahmenbedingungen den Erfolg der KMU. Wir erwarten, dass in Zukunft, vor der Einführung neuer Regulierungen, unsere Position berücksichtigt wird. Der regulatorische Mehraufwand trifft uns KMU, im Vergleich zu internationalen Grosskonzernen überdurchschnittlich stark, da wir lediglich über beschränkte personelle Ressourcen verfügen. Zunehmende Bürokratie und eine Flut von Paragraphen und Verboten schränkt unsere Freiheit ein. Eigeninitiative und Unternehmertum werden behindert. Grosse Sorgen bereitet uns auch der Ausgang der bevorstehenden Abstimmung über die Erbschaftssteuer. Die Nachfolgeregelung ist heute schon bei vielen Unternehmen schwierig zu gestalten, da geeignete Persönlichkeiten fehlen. Sollte aber die Nachfolge innerhalb der Familie durch eine Erbschaftssteuer zusätzlich erschwert oder sogar verunmöglicht werden, kann dies das Aus für viele Betriebe bedeuten.  

 

Um unserer volkswirtschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden benötigen wir KMU für die Zukunft einfache Regeln sowie transparente und einfache Verfahren. Wir erwarten anstelle immer neuer Gesetze, dass die bestehenden Gesetze konsequent durchgesetzt werden. Gegen unnötige Verbote, Bevormundung, Bürokratie und eine vermehrte Beschwerdeflut werden wir ankämpfen.

 

Bösch – wichtig für Hünenberg (14.07.2014)

 

Hünenberg präsentierte ein erfreuliches Jahresergebnis 2013! Der Überschuss von rund 6.2 Mio. Franken resultierte unter anderem durch die höheren Steuereinnahmen der juristischen Personen. Diese konnten um rund 2.4 Mio. Franken zulegen. Im Gegenzug verringerten sich die Steuereinnahmen der natürlichen Personen, zurückzuführen auf die Steuergesetzrevision, um rund 570‘000.00 Franken. Nach dem Wegzug der Alcon vor rund 7 Jahren, bedeutete dies für Hünenberg massive Steuereinbussen. Nun scheinen wir hier wieder etwas an Boden gewonnen zu haben. Es zeigt aber, wie wichtig die Ansiedlung neuer Firmen für Hünenberg ist.

Ein grosses Potential für neue Firmen gibt es sicherlich im Bösch. Hier hat es noch einige Mietflächen frei. Der Gemeinderat ist daran interessiert dass diese Flächen rasch möglichst vermietet werden und somit neue potentielle Steuerzahler nach Hünenberg kommen. Preislich gesehen ist das Bösch extrem interessant. Die Mietpreise haben sich hier in den letzten 10 Jahren praktisch nicht verändert, im Gegensatz zu Zug, wo diese um 60% gestiegen sind. Im Bösch findet man also noch ausgebaute Büroflächen im Bereich von CHF 200.00 / m2, was sicherlich ein sehr attraktiver Preis ist. Es stellt sich die Frage, warum es noch freie Flächen hat, wenn scheinbar der Mietzins hier so attraktiv ist? Teilweise fehlt es hier sicherlich an der nötigen Infrastruktur. Es hat zu wenig Restaurants in der Gegend. Hier ist man aktiv Lösungen am Suchen und mit div. Leuten in Verhandlungen.  Gewisse Gebäude sind in die Jahre gekommen und haben einen Renovationsbedarf. Diese zum Teil sehr alten Gebäude verschlechtern leider das Bild vom Bösch.  Bis vor einigen Jahren war es sicherlich auch „schicker“ eine Adresse in Zug zu haben. Zwischenzeitlich hat sich die zum Teil extrem geändert. Man hört bereits von Firmen, welche keine Adresse in Zug haben möchten.
In letzter Zeit wurde aktiv nach neuen Firmen gesucht, und der eine oder andere grössere Mieter konnte dementsprechend bereits gefunden werden.
Dies sicherlich auch dank dem Verein „ZUGWEST“, der die Wirtschaftsregionen Cham, Hünenberg, Risch und Rotkreuz vernetzt.  „ZUGWEST“ hat bereits über 600 Mitglieder. Ziel des Vereins ist neben einem Auftritt als starke Wirtschaftsregion unter anderem die Integration und Vernetzung und die Gemeindeübergreifende Standortentwicklung. Wichtig ist es aber, dass man weiterhin am Ball bleibt und auch die Infrastruktur versucht auszubauen.

Vorsicht vor der Mogelpackung „Familien-Initiative“ (12.11.2013)

 

Bei Annahme der SVP-Familieninitiative haben Bund und Kantone Steuerausfälle in der Höhe von 1.4 Milliarden zu befürchten. Bund und Kantone sind auf dieses Geld angewiesen. Die Familieninitiative führt nicht zu Steuerentlastungen, sondern zu Steuererhöhung! Denn einmal mehr müsste der mittelständische Bürger die Zeche bezahlen. Die Familieninitiative ist definitiv der falsche Weg Familien zu unterstützen. Ich lege deshalb ein NEIN in die Urne!

Ja zur Personenwahl - die Stimmen zählen! (02.05.2013)

 

24 Kantone und rund 70% aller Gemeinden wählen ihre Exekutiven im Majorzverfahren. Bei den Regierungs-, Stadtrats- oder Gemeinderatswahlen werden also diejenigen gewählt, die am meisten Stimmen erhalten. Im Kanton Zug ist es derzeit noch nicht so. Hier wählen die Stimmenden zunächst eine Partei und können dann ihrem Favoriten noch eine zweite Stimme geben. Bei der heutigen Proporzwahl können geringe Verschiebungen der Listenstimmen der Parteien die Abwahl von Behördenmitgliedern bewirken, auch wenn deren persönliche Stimmenzahl über derjenigen der Gewählten liegt. Mit dem bestehenden System ist es für die Wählerschaft kaum möglich, die personelle Zusammensetzung einer Behörde zu bestimmen, da sie mit jedem Namen auch eine Parteistimme vergeben und damit unter Umständen die nicht gewünschte Kandidatur unterstützen. Sagt das Stimmvolk am 9. Juni 2013 Ja zur Personenwahl, kann künftig jede Zugerin und jeder Zuger sein «Dreamteam» für den Regierungs-, Stadt- oder Gemeinderat selber zusammenstellen. Bei der Wahl von Persönlichkeiten, die bereit sind, Verantwortung zu tragen, müssen in erster Linie deren Fähigkeiten und Erfahrungen zählen. Die Parteizugehörigkeit tritt in den Hintergrund. Unsere Gemeinderäte und der Regierungsrat benötigen für die Bewältigung der gestellten Aufgaben den Rückhalt der Bevölkerung und dieser wird mit dem Majorzverfahren am ehesten ausgewiesen.
 

 

Wer seiner Wählerstimme mehr Gewicht verschaffen will, sagt am 9. Juni Ja zur Personenwahl.